Landschaft bei Spalato
Ident. Nr.: A II 439
ObjID: obj:963613
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1923
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Landschaft bei SpalatoÜbersetzung: Landscape near Spalato
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 76 x 94,5 cm
- Erwerbung
- 1925 erworben im Tausch gegen "Vor dem Spiegel" von Spiro
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963613
Objektbeschreibung
1923 bereiste Spiro mit seiner Frau Elisabeth Dalmatien. Es entstand dort eine Reihe von Landschaften, die er in der Herbstausstellung der Berliner Secession in der sogenannten Kleinen Galerie gemeinsam zeigte. Willi Wolfradt fand im „Cicerone“ eher kritische Worte. Er hielt das gleißende Licht, das die Farben aufhellt, für nicht angemessen umgesetzt. „So bleibt hier Vieles kalkig und kalt, die Geländeform oft zerstreut.“ Die fremde Landschaft vermochte es seiner Ansicht nach nicht, Spiros Kunstsinn und Malerei „über ihre passablen Gewohnheiten hinaus zu begeistern“ (Willi Wolfradt, Berliner Ausstellungen, in: Der Cicerone, 16. Jg. [1924], H. 1, S. 49). Nationalgalerie-Direktor Ludwig Justi dagegen tauschte eines der Gemälde 1925 zur Ausstellung im Kronprinzen-Palais beim Künstler gegen ein älteres und konventionelleres Bild („Vor dem Spiegel“, 1903; Verbleib unbekannt) ein, so wie er es zeitgleich auch mit Werken von Leo von König handhabte (vgl. dessen „Die Mutter des Künstlers“, A II 460), denn die „Galerie der Lebenden“ sollte möglichst aktuell bleiben. Geldmangel und Kalkül kamen hinzu: Spiro gehörte seit 1924 zur Ankaufskommission der Nationalgalerie. Aber auch Justi begeisterte sich nicht: „Die meisten malen Bilder, die als Schmuck des Wohnraumes gedacht sind, Stilleben, Landschaften, Bildnisse. […] leuchtende Landschaften in gepflegtem Vortrag von Spiro und Ulrich Hübner“ (Ludwig Justi, Von Corinth bis Klee, Berlin 1931, S. 75). | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Neue Nationalgalerie
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