Elsässisches Bauernpaar
Ident. Nr.: B II 8
ObjID: obj:963725
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- vor 1928
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Elsässisches BauernpaarÜbersetzung: Alsatian Farmer Couple
- Material / Technik
- Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: Bäuerin: 12,6 x 4,2 x 4,7 cm (inkl. Plinthe)Höhe x Breite x Tiefe: Bauer: 13,5 x 4,5 x 4,2 cm (inkl. Plinthe)Höhe x Breite x Tiefe: Plinthen jeweils ca. 2,2 x 4 x 4 cmGewicht: zusammen ca. 0,5 kg
- Erwerbung
- 1928 Ankauf durch den Oberpräsidenten in Kassel und in der Nationalgalerie inventarisiert
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963725
Objektbeschreibung
Der elsässische Holzbildhauer und Maler Hesselbarth hat für sein Figurenpaar ein helles, einfaches Nutzholz gewählt, dem Sujet entsprechend. Es ist denkbar, dass seine Entscheidung für das Motiv über eine reine Hinwendung zum Alltäglichen hinausging: In der politisch-territorial spannungsreichen Geschichte des Elsass hatten sich Bauern um 1500 gegen Unterdrückung und Leibeigenschaft erhoben. Sie bekannten sich damit zu den Forderungen der südwestdeutschen Bundschuh-Bewegung und befürworteten bald die Reformation. Herzog Anton von Lothringen jedoch schlug 1525 die Revolte nieder. Hesselbarth war ein stolzer Straßburger. Er studierte in Köln und München, ehe er Mitglied der avantgardistischen Arc-Gruppe wurde, eines 1923 durch den ebenfalls elsässischen Künstler und Schriftsteller Henri Solveen gegründeten Zusammenschlusses junger Literaten, Musiker, Architekten, Maler und Bildhauer. Das Ziel der Gruppe war eine „entnationalisierte und tendenzlose Kunst“ (Joseph Rossé, Marcel Stürmel u. a. [Hrsg.], Das Elsass von 1870–1932, Band 3: Geschichte der kulturellen und religiösen Entwickelung, Colmar 1936, S. 290). Hesselbarth zeigte seine Werke ab Mitte der 1920er-Jahre mit verschiedenen Gruppierungen und in Einzelausstellungen, unter anderem 1926 im Salon d’Automne in Paris oder 1928 in der Kunsthandlung Heinrich Trittler in Frankfurt am Main, aus der das „Bauernpaar“ mutmaßlich erworben wurde. | Johanna Yeats
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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