Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1927
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Porträtkopf Nell WaldenÜbersetzung: Portrait Bust of Nell Walden
- Material / Technik
- Marmor
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 21 x 16 x 15 cm
- Erwerbung
- 1928 Ankauf durch das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung aus der Großen Berliner Kunstausstellung 1927 für die Nationalgalerie.
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963880
Objektbeschreibung
Das Weiß des Marmors unterstützt die geisterhafte Erscheinung des kleinen weiblichen Kopfes – dieser löst sich als Schemen aus einer diffusen Materie heraus, die sich von links in Richtung des Halses verjüngt. Kurze, voluminöse Haare umgeben das schmale Gesicht, der Pony fällt über die Stirn, den Mund umspielt ein feines Lächeln. Dynamisch erhebt sich der Kopf aus dem Stein, die Gesichtszüge sind nur leicht ausgearbeitet, alles scheint im Fluss zu sein in dieser Plastik, in der sich Wauers besonderes Verständnis einer virtuosen Büstengestaltung offenbart. Dargestellt ist die aus Schweden stammende Künstlerin Nell Walden (1887–1975). Nach einem Musikstudium in Lund arbeitete sie in Berlin als Klavier- und Sprachlehrerin sowie Übersetzerin. Dort traf sie auch ihren späteren Ehemann Herwarth Walden, den Gründer der Zeitschrift „Der Sturm“ und der gleichnamigen Galerie. Nell Walden war zudem selbst als Malerin tätig. Charakteristisch für ihr Werk ist die Hinterglasmalerei, die sie in Murnau bei Gabriele Münter und Wassily Kandinsky kennengelernt hatte. Kurz danach, im Frühjahr 1915, entstanden ihre ersten abstrakten Bilder, die sie in der Sturm-Galerie öffentlich zeigte. Schon bevor sie sich der Malerei widmete hatte sie damit begonnen, Kunstwerke für die Sturm-Ausstellungen sowie ethnografische Objekte zu erwerben. Wauer war mit den Waldens befreundet und schuf neben diesem noch weitere Porträts der beiden (vgl. die Büste von Herwarth Walden, B II 45). | Anja Pawel
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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