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Hinterhäuser im Schnee

Ident. Nr.: A II 713

ObjID: obj:964052

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Josef Wedewer (1896 - 1979),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1929
Weitere Titel
Sammlungstitel: Hinterhäuser im Schnee
Übersetzung: Rear Buildings in the Snow
Provenienz
Hermann Reckendorf, Berlin,
1930
Material / Technik
Öl auf Holz
Abmessungen
Höhe x Breite: 82 x 63 cm
Erwerbung
1930 Schenkung des Verlegers Hermann Reckendorf, Berlin

Objektbeschreibung

„Paul Westheim hat jüngst in einem Bilde von Joseph Wedewer eine neue künstlerische Erscheinung der jüngsten Generation entdeckt. Ein Bild dieses Künstlers ‚Hinterhäuser im Schnee‘ hat er ausgezeichnet und als Denkmal der Gegenwart für die Nationalgalerie gestiftet“ (Richard Bie, Deutsche Malerei der Gegenwart, Weimar 1930, S. 12). Besagtes Werk war und blieb das bekannteste des zu dieser Zeit im westfälischen Münster lebenden Malers. Es verbindet Elemente der Neuen Sachlichkeit (allein die klaren Formen der verschachtelten Kuben der Häuser mit ihren Spitzdächern konstituieren das Bild, Menschen sind nicht zu sehen) und Eigenschaften der Neuromantik. Romantisch im traditionellen Sinne ist schon der Blick auf die verschneiten Dächer einer alten Stadt. Das große Gebäude im Hintergrund überragt diese wie eine Burg. Bis in den Hintergrund aber sind alle Fenster mit ihren Gardinen und die Fugen der Ziegelwände ohne Beachtung der Atmosphäre kindlich genau wiedergegeben. Zur gekonnten Simplizität des Bildes trägt auch die Reduzierung der Farbigkeit auf die Rottöne des Backsteins und das Weiß von Schnee und Himmel bei. Das Bild wurde 1929 in einer der vielen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst im Haus des Verlegers Hermann Reckendorf in Berlin gezeigt und mit dem ersten Preis gewürdigt. Seit 1927 erschienen Kommentare zu den Ausstellungen in der im selben Verlag von Paul Westheim herausgegebenen Zeitschrift „Das Kunstblatt“. Sicher auf dessen Initiative hin stiftete Reckendorf das Bild der Nationalgalerie. | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

Mädchen aus Xanten

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