Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1985
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Haus im LößnitzgrundÜbersetzung: House in the Lössnitz Valley
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 80 x 90 cm
- Erwerbung
- 1987 Ankauf vom Künstler, Dresden, von der X. Kunstausstellung der DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/964140
Objektbeschreibung
Die kurvige Straße durch den Lößnitzgrund windet sich in dieser Darstellung als weißes Band um das Haus, eine einzeln stehende Villa mit kleinem Turm und vorkragendem Giebeldach. Im Hintergrund sieht man die Lößnitzhänge in blauem Dunst. Dunkeltoniges Blau und Grün stehen im Kontrast zu den gelblichweißen Wänden des Gebäudes. Die landschaftliche Szene ist bis auf das Haus wenig ausgeführt. Rosenhauer vermittelt eine atmosphärische Stimmung und einen Farbeindruck. Auch dieses Motiv hat er wieder in betont pastoser Malweise ausgeführt (vgl. „Lößnitzhaus“, A IV 5). Jenseits der ruhigeren Flächen der Villa begegnet uns im Nahblick eine schrundige Oberfläche, auf der die vielfältigsten Töne aufeinandertreffen und erst im Abstand zu einem großen Gesamtklang zusammenfinden. „Rosenhauers Realismus ist stiller als der ‚expressive‘ und nüchterner als der ‚poetische‘; […] Er geht auf die Realität zu, wie sie ist, und die Realität kommt auf ihn zu, wie er ist. Er erkennt sie, weil er sich ihr zuneigt, sie erkennt ihn an und antwortet dieser Zuneigung: Sie fühlt sich in seinem Auge gut aufgehoben. Unbefangen und gelassen tritt die Wirklichkeit sodann vor uns hin – begabt mit der ursprünglichen Würde der gewöhnlichen Dinge.“ (Theodor Rosenhauer, in: Rainer Zimmermann, Die Kunst der verschollenen Generation, Düsseldorf/Wien 1980, S. 296) | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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