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Stillleben mit Brot

Ident. Nr.: A IV 4

ObjID: obj:964927

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Theodor Rosenhauer (1901 - 1996),
Künstler*in
Datierung
1950
Weitere Titel
Sammlungstitel: Stillleben mit Brot
Übersetzung: Still Life with Bread
Stilleben mit französischem Weissbrot und Korb
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 50,5 x 64,5 cm
Erwerbung
1962 Ankauf vom Künstler, Dresden

Objektbeschreibung

Das symbolträchtige Motiv Brot hat Rosenhauer über Jahre hinweg immer wieder variiert. Eine erste Version dieser Bildgruppe zählt zu den Kriegsverlusten. Bei den Erinnerungsdingen neben seinem Schreibsekretär steckte ein winziges Foto davon: „Das war mein erstes Brot. Das ist mir verbrannt, aber nicht im Backofen – im Februar 45.“ (Horst Drescher, Die Erdfarben des Malers Theodor Rosenhauer, in: MalerBilder. Werkstattbesuche und Erinnerungen, Berlin [Ost]/Weimar 1989, S. 93) Die in der kargen Nachkriegszeit entstandenen Brotstillleben sprachen die Betrachter*innen sicherlich emotional stark an. Rosenhauer selbst beschrieb vor allem die malerische Herausforderung: „Ein bemehltes Brot ist weiß, aber es ist eigentlich nicht weiß.“ (Drescher, S. 75) Und als wichtiges Motiv verführte es Rosenhauer auch zu einem Reim, er zitierte diesen mehrfach: „Ein Brot muß gerissen sein und gesprungen / Sonst ist es für mich zum Malen nicht gelungen / Und dazu auch noch zählt / Daß es irgendwie ist bemehlt.“ (ebd.) Bei unserem Bild wird der Gegensatz von Weiß und Hellbraun durch die dunkelbraune Tasche noch unterstrichen. Das Brot liegt auf einem grünlich-beigen Tuch vor einer ähnlich farbigen Wand – eine zurückhaltend feine und kostbar wirkende Farbmodulation. Die meisten der etwa fünfzig Brotstillleben Rosenhauers entstanden in der Spätzeit, in den 1980er-Jahren. Das Motiv in seiner Einfachheit besaß jederzeit auch gleichnishafte Bedeutung und war beliebt bei den Sammler*innen. | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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