Gudari
Ident. Nr.: B 1117
ObjID: obj:965483
1979 erworben durch das Land Berlin
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1974/1975
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: GudariKriegerÜbersetzung: Warrior
- Material / Technik
- Stahl
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 183 x 146 x 107 cm
- Erwerbung
- 1979 Ankauf von der Galerie Maeght, Zürich, durch das Land Berlin aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965483
Objektbeschreibung
Die abstrakte Eisenplastik „Gudari“ ist das einzige Werk des spanisch-baskischen Bildhauers Chillida in der Sammlung der Nationalgalerie. Das 3,5 Tonnen schwere Werk besteht aus einer Stele, aus der etwa in Augenhöhe drei Vierkantstreben seitlich herauskragen, die wie Tentakel oder Zangenköpfe als Winkel und Kurven ausgebildet sind. Charakteristisch für Chillidas Plastiken ist die Patina aus Rost, entstanden durch Oxidation im baskischen Regen. Die Formation wirkt mit sich selbst beschäftigt, zugleich konflikthaltig, wie in Balance gehalten. Sie beruht auf den typischen Prinzipien in Chillidas Schaffen, das fünf Jahrzehnte umspannt. Statik und Dynamik, Material und Raum treffen zusammen. Chillida, der 1943–1946 in Madrid Architektur studiert hatte, bevor er sich ganz der Kunst zuwandte, nannte sich selbst einen „Architekten der Leere“. Seine Werke streben nach allgemeingültigen Aussagen und sind offen für unterschiedliche Interpretationen. Allenfalls der Titel gibt einen Anhaltspunkt. So reflektiert das baskische „Gudari“ (dt. Krieger) 1979, im Jahr der Erwerbung, möglicherweise die „alte Rolle Berlins als Frontstadt des Kalten Krieges“ (Peter-Klaus Schuster, Eduardo Chillida, „Berlin“, 2001, S. 31). Über drei Jahrzehnte lang stand die Plastik an der Südostecke der Terrasse der Neuen Nationalgalerie. Chillidas Arbeiten zeichnen sich durch eine enge, oft ortsspezifische Verbundenheit mit der Musik, vor allem zu Johann Sebastian Bach, und mit der Natur aus. Passend dazu wurde „Gudari“ nach der Grundinstandsetzung 2021 in den Skulpturengarten umgesetzt. | Uta Caspary
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de