Die Tageszeiten
Ident. Nr.: B 895 (01-04)
ObjID: obj:966055
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Neue Nationalgalerie / Jörg P. Anders // Mac Zimmermann (1912 - 1995), Die Tageszeiten, 1954 © VG Bild-Kunst, Bonn, 2025
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1954
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Die TageszeitenÜbersetzung: Times of Day
- Material / Technik
- Öl auf Hartfaser
- Abmessungen
- Höhe x Breite: vier Tafeln je 70 x 50 cm (oder 50 x 70)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966055
Objektbeschreibung
Zimmermann wurde 1912 in Stettin/Pommern (heute Szcecin/Polen) geboren und absolvierte ein Studium an der der dortigen Werkkunstschule für angewandte Kunst, bevor er in den 1930er-Jahren in Hamburg als Pressezeichner und Privatlehrer an einer Zeichenschule arbeitete. 1938 zog er nach Berlin, konnte jedoch aufgrund seiner deutlich am Surrealismus orientierten Mal- und Zeichenweise keine größere öffentliche Anerkennung erlangen. Diese wurde ihm erst nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur zuteil, als er 1946 in der Berliner Galerie Gerd Rosen gemeinsam mit Bernhard Heiliger ausstellte. Ungewöhnlich offen und humorvoll schrieb der Künstler im kleinen Faltblatt zur Ausstellung, dass sich kein Autor gefunden hätte, der über seine Arbeit schreiben wollte, weswegen er nun selber zur Feder gegriffen habe. In einem fiktiven Brief an seinen Künstlerkollegen Heinz Trökes verwehrt er sich darin gegen eine allzu eindeutige stilistische Zuordnung seines Werkes, aber auch gegen eine „knechtische Nachahmung“ (in: Mac Zimmermann. Bilder und Zeichnungen. Bernhard Heiliger. Plastik und Zeichnungen, Ausstellungsbroschüre der Galerie Gerd Rosen, Berlin 1946, o. S.). Von der Kunstkritik wurde er dessen ungeachtet als Vertreter eines „phantastischen Realismus“ oder „deutschen Nachkriegssurrealismus“ identifiziert. In diese Richtung geht deutlich auch das Gemälde „Tageszeiten“. Entstanden ist es im selben Jahr, in dem Zimmermann an der Gruppenausstellung „Surrealismus“ in Venedig teilnahm, die als Sonderschau im Rahmen der 27. Biennale im Deutschen Pavillon ausgerichtet wurde. | Dorothea Schöne
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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