Blüten
Ident. Nr.: B 843
ObjID: obj:966272
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1925
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: BlütenÜbersetzung: Blossoms
- Provenienz
- Heinrich Evert, Berlin,
vor 1933 - 1955Nachlass/Vermächtnis: Gertrud Evert, Berlin,
1955–1966Schenkung: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1966–1968 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 47,3 x 47,6 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966272
Objektbeschreibung
Als Muche für sich an die Grenzen der abstrakten Malerei gekommen war, widmete er sich ab 1922 der Gegenständlichkeit. Zu seinen ersten Motiven gehörten Pflanzen, wobei sein Malduktus dem früherer Jahre ähnlich blieb: So setzen sich beispielsweise in „Dreiklang“ (A III 492) die bunten geometrischen Flächen aus vielen einzelnen, meist kurzen und breiten Pinselstrichen zusammen, über die sich die Farbe von Strich zu Strich verändert. In „Blüten“ zeigen sich vergleichbare Pinselstriche im grau-weißen Hintergrund, aber auch die einzelnen Blütenblätter sind aus einem kleinteiligen Farbauftrag gebildet, sodass das Gemälde an der Grenze von Abstraktion und Gegenständlichkeit steht. Während seiner Jahre am Bauhaus (1921–1927) schuf Muche Zeichnungen, Druckgrafik, Malerei und architektonische Entwürfe – Letztere trotz seines Bekenntnisses zur bildenden Kunst, die ihn schließlich das Bauhaus verlassen ließ. Wie solche oft gegenläufigen Betätigungen gleichzeitig existieren konnten, hat er später beschrieben: „Wir verstanden Gropius’ Idee und verwandelten sie, und wir verwandelten uns mit Gropius. Aus der Auflösung der Gegensätze und Spannungen entstand das Bauhaus. […] Es war das Zusammentreffen einiger Menschen von ausgeprägter Eigenart, die sich zu derselben Sache bekannten und trotzdem kein Team bildeten, sondern ein Akkord erzeugten“ (Georg Muche, Blickpunkt. Sturm, Dada, Bauhaus, Gegenwart, München 1961, S. 128). So leitete Muche die Weberei, ohne je mit Textilien zu arbeiten, und entwarf zur „Bauhaus-Ausstellung“ 1923 in Weimar das Versuchshaus Am Horn, obwohl die Malerei für ihn stets an vorderster Stelle stand. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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