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Liegende Frau

Ident. Nr.: B I 661

ObjID: obj:966369

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Bernhard Heiliger (1915 - 1995),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: um 1946
Weitere Titel
Sammlungstitel: Liegende Frau
Übersetzung: Resting Woman
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1948
Kauf: Magistrat von Groß-Berlin,
1948–1951
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 19 x 37,7 x 16 cm
Erwerbung
1948 Ankauf für die Galerie des 20. Jahrhunderts. 1951 Schenkung des Magistrats von Groß-Berlin (Ost)

Objektbeschreibung

Diese kleine „Liegende Frau“ gehört zu einer Reihe von liegenden, sitzenden oder stehenden weiblichen, kleinplastischen Figuren, die Heiliger 1946 schuf. Während einige davon nackt und mit sichtbar weiblichen Formen und in erotisierenden Posen dargestellt sind, scheint diese Frau bekleidet zu sein und leger, mit übereinander geschlagenen Beinen und aufgestützten Armen zu ruhen. Ihr Blick ist nach vorn/unten gerichtet. Sie ist bereits stärker abstrahiert als Heiligers Figuren aus den 1930er-Jahren, aber noch enger dem Figürlichen verbunden als jene aus den späten 1940er- und beginnenden 1950er-Jahren. Auch durch die zunehmende Abstraktion entfernt sich Heiliger von seinem Lehrer Arno Breker, anerkanntester Bildhauer des „Dritten Reichs“, bei dem Heiliger zwischen 1938 und 1941 an der Vereinigten Staatsschule für Freie und Angewandte Kunst in Berlin studiert hatte und dessen Stil bei Heiliger anfangs noch deutlich nachklingt. Nach einer zweiten Einberufung zum Kriegsdienst, anschließender Flucht und Gefangenschaft kehrte Heiliger im November 1945 nach Berlin zurück und bezog ein Atelier im Schadow-Haus im Ostteil der Stadt. 1946 nahm er erstmals an zwei Ausstellungen teil: im Privathaus des Kunsthändlers Karl Buchholz und in der Galerie Rosen in West-Berlin. | Anja Pawel

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

Mädchen aus Xanten

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