Fischerhäuser am Achterwasser
Ident. Nr.: A IV 109
ObjID: obj:966551
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1940
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Fischerhäuser am AchterwasserÜbersetzung: Fishermen's Houses at the Achterwasser
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1967 - Material / Technik
- Öl auf Karton
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 32 x 37 cm
- Erwerbung
- 1967 Ankauf vom Künstler aus Geldvermächtnis Marie Prüfert
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966551
Objektbeschreibung
Das Achterwasser ist ein Boddengewässer, das an drei Seiten von der Insel Usedom umgeben wird und sich an der Südwestseite zum Peenestrom öffnet. An seinem östlichen Ufer liegt Ückeritz, wo Manigk ab 1932 häufig zu Besuch war und sich nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1947 dauerhaft niederließ. In seiner Darstellung der „Fischerhäuser am Achterwasser“ hat er eine zentrale Überzeugung seines Lehrers Johann Walter-Kurau vor Augen geführt: Farbe als das „primäre Gestaltungsmittel der Malerei“ anzusehen (Ralf Weingart, Klangbilder zwischen Farborganismus und Flächenarchitektur, in: Otto Manigk. 1902–1972. Malerei, Ausst.-Kat., Schwerin, 2001, S. 38). Der abstrahierende Effekt, der durch den gezielten Einsatz der Farbe entsteht, ist an den Fischerhäusern gut erkennbar. Landschaft, Gebäude und Himmel konstituieren sich nicht aus konkreten Formen oder in perspektivischer Relation zueinander, sondern rein aus grob abgegrenzten Farbstrichen oder Tupfern, die nebeneinandergesetzt sind. Weder der genaue Ort noch eine Tageszeit oder Wetterlage ist bestimmend; in dieser verschwommenen Welt geht es vielmehr um Kontrast, Gleichgewicht und den Blickfang durch die roten und orangen Töne in der Bildmitte. Manigks Werke waren zu Lebzeiten selten öffentlich zu sehen. Der Künstler malte vor allem Landschaften und Porträts; Aufträge erhielt er in den frühen Jahren der DDR. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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