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Bildnis Heinrich Tessenow

Ident. Nr.: B 37/15

ObjID: obj:967036

1951 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Graf Luckner (1891 - 1970),
Künstler*in
Datierung
1938
Weitere Titel
Sammlungstitel: Bildnis Heinrich Tessenow
Übersetzung: Portrait of Heinrich Tessenow
Provenienz
Heinrich Tessenow, Berlin,
392056
Nachlass/Vermächtnis: Hede Schneider, Berlin,
spätestens ab 1950 - 1951
Galerie Reitzenstein-Seel, Berlin,
1951
Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1951–1968
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 90,5 x 70 cm
Erwerbung
1951 Ankauf von der Galerie Reitzenstein-Seel, Berlin, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Objektbeschreibung

1919 wurde Luckner nach einer zehnjährigen Offizierslaufbahn aus der Armee entlassen. Im sibirischen Omsk war er dem arrivierten Kunstkritiker Julius Meier-Graefe begegnet, der ihn zu einem Kunststudium bewegte. Luckner studierte Malerei in Danzig und Dresden und ließ sich 1922 in Berlin nieder, wo er zunächst als freischaffender Buchillustrator und Pressezeichner tätig war. Aber auch seine Gemälde stießen schnell auf positive Resonanz. Seine Werke waren in Ausstellungen in London, Köln, Danzig, Essen, Duisburg und Berlin zu sehen, darunter in der Aquarellausstellung der Berliner Secession im Jahr 1926. Luckner galt in seiner Zeit als gefragter Porträtist, der prominente Persönlichkeiten wie Theodor Heuss, Hans Scharoun, Hermine Körner oder Ernst Reuter abbildete. Der hier dargestellte Heinrich Tessenow (1876–1950) zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Reformarchitektur, zudem war er Hochschullehrer in Dresden und Berlin. Das Gemälde befand sich nach seiner Fertigstellung im Besitz des Porträtierten. 1950 erbte seine Tochter Hede Schneider das Bildnis, die es zum Verkauf anbot. Es war Luckner selbst, der die Erwerbung für die „Galerie des 20. Jahrhunderts“ in West-Berlin vermittelte. Es existiert noch ein zweites, ebenfalls 1938 entstandenes Porträt Tessenows von Luckner, das sich heute im Nachlass des Architekten Alfred Roth in Berlin befindet. | Irina Hiebert Grun

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz

Bauer, Weihwasser nehmend

Bauer, Weihwasser nehmend

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