L'oiseau dans l'espace
Ident. Nr.: NG 7/73
ObjID: obj:967192
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1926 (Guss 1972)
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: L'oiseau dans l'espaceVogel im RaumÜbersetzung: Bird in Space
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Alexandre Istrati, Paris (Nachlass des Künstlers),
393899 - Material / Technik
- Polierte Bronze, Marmor und Sandstein
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 258 x 46,5 x 40 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967192
Objektbeschreibung
Im Oktober 1926 sandte Brâncuşi zwanzig Skulpturen von Paris nach New York, wo er in der Brummer Gallery eine Einzelausstellung hatte. Für die Werke legte der US-amerikanische Zoll eine Gebühr von 4.000 Dollar fest, was etwa vierzig Prozent ihres Wertes entsprach. Die Grundlage war nicht die Gebührenordnung für Kunstwerke, sondern für industriell hergestellte Waren aus Metall und Stein. Unter den Skulpturen befand sich eine Bronzeversion des „Vogels im Raum“ von 1926, die dem Fotografen Edward Steichen gehörte. Er, andere Sammler und Brâncuşi selbst forderten, die Arbeiten als Kunstwerke zu verzollen. Es folgte ein Gerichtsprozess, der als „C. Brancusi vs. United States“ Rechts- wie Kunstgeschichte schrieb. Im Zentrum des Präzedenzfalls stand der „Vogel im Raum“ – für die einen eine Ikone der modernen Skulptur, für die anderen ein circa 135 Zentimeter langes schmales und perfekt poliertes Stück Metall. Brâncuşi hatte bereits seit 1910 an dem Vogelmotiv gearbeitet und sich dabei immer mehr von einer herkömmlichen figürlichen Darstellung entfernt. Anstatt die Gestalt eines Vogels mimetisch wiederzugeben, veranschaulichte der Bildhauer durch schlanke Formen und subtil geschwungene Konturen die Dynamik des Fluges. Der New Yorker Richter erkannte den „Vogel im Raum“ schließlich als Kunstwerk an, sodass Brâncuşi den Prozess gewann. In den 1970er-Jahren autorisierten dessen Erben vier neue Güsse des Werkes, von denen der erste in die Sammlung der Nationalgalerie (West) einging. | Nina Schallenberg
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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Neue Nationalgalerie
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