Garden of Innocence II
Ident. Nr.: NG 25/91
ObjID: obj:967698
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1947
- Provenienz
- Galerie Darell,
1987Otto van de Loo, München,
1987–1991 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 110,6 x 135,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967698
Objektbeschreibung
Jorns „Garden of Innocence II“ (Garten der Unschuld II) ist Teil einer Trilogie utopisch anmutender Traumlandschaften. Kindlich dargestellte Wesen schweben zwischen organisch wirkenden Formen, die figurative und abstrakte Elemente vereinen. Der Einsatz kräftiger Farben, geschwungener Linien und eines expressiven Pinselduktus schafft eine energiegeladene, aber harmonische Atmosphäre. Dieses Frühwerk Jorns spiegelt seine Auseinandersetzung mit surrealistischen und abstrakten Kunstströmungen wider. Besonders prägend waren die Kompositionsweise und Farbpalette von Fernand Léger, bei dem Jorn 1936/1937 in Paris studierte, sowie von Wassily Kandinsky, bei dem er gern studiert hätte. Auch die intuitiv wirkenden Anordnungen kleiner Farbflächen seines Landsmannes Ejler Bille sollen ihn maßgeblich beeinflusst haben. Die Trilogie entstand in einer Phase intensiver künstlerischer und innerer Auseinandersetzung. Damals unterzog sich Jorn einer Psychoanalyse bei Søren Westegaard und experimentierte mit psychoanalytisch inspirierten Methoden der Bildfindung, darunter dem automatischen Zeichnen. Dabei verwendete er Transparentpapier, um mehrere Zeichnungsebenen zu überlagern oder symbolische Formen aus bestehenden Kompositionen herauszufiltern. Bei solchen Experimenten arbeitete er häufig mit anderen Künstler*innen zusammen, etwa Wifredo Lam und Roberto Matta. Jorns Interesse an kollektiven, experimentellen Ansätzen und seine Kritik an traditionellen Kunstkonventionen waren für ihn ausschlaggebend, als er 1948 CoBrA mitbegründete, eine lose Gruppe subersiver Maler, die diesen Namen aus den Initialen ihrer jeweiligen Herkunftsstädte (Kopenhagen, Brüssel und Amsterdam) ableiteten. | Catherine Nichols
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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