Alter Friedhof
Ident. Nr.: B 923
ObjID: obj:968112
1969 erworben durch das Land Berlin
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1925
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Alter FriedhofÜbersetzung: Old Cemetery
- Provenienz
- Paul Klee, Dessau, Düsseldorf, Bern,
1925–1940Nachlass/Vermächtnis: Lily Klee, Bern,
1940 - um 1946Kauf: Albert Lewin, New York,
um 1946 - 1958The Museum of Modern Art, New York,
1958Galerie d’art moderne (Marie-Suzanne Feigel), Basel,
1968Auktion: Sotheby’s, London,
4.12.1968Kauf: Galerie Jan Krugier, Ditesheim & Cie, Genf,
1969Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath GmbH, Frankfurt am Main,
1969 - Material / Technik
- Aquarell und Firnis auf Papier auf Hartfaser
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 36 x 48 cm
- Erwerbung
- 1969 Ankauf von der Galerie Krugier, Genf, aus Mitteln des Landes Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/968112
Objektbeschreibung
Nach den Wahlen zum Thüringer Landtag Anfang 1924 geriet das Bauhaus in Weimar, an dem Klee damals lehrte, in eine existenzielle Krise. Die neue deutschnationale Regierung bemühte sich nach Kräften, der Kunstschule systematisch zu schaden. Ende des Jahres kündigte ihr Direktor, Walter Gropius. 1925 konnte das Bauhaus in das politisch aufgeschlossenere Dessau umziehen. Im selben Jahr erschien Klees „Pädagogisches Skizzenbuch“ als zweiter Band in der Reihe der sogenannten Bauhausbücher. Eine Wiederaufbaustimmung lässt sich im vorliegenden Gemälde nicht erkennen. Anders als beispielsweise dem Blatt „Architektur der Ebene“ von 1923 (NG MB 122/2000), in der die von dem Künstler gelehrten Gestaltungsprinzipien Anwendung gefunden haben, fehlt dem „Alten Friedhof“ der pädagogische Impetus. Stattdessen hat Klee hier einen Blick in das Reich der Toten geworfen, einen Ort der Dämmerung. Treppen führen hinab und hinauf, Licht und Dunkel begegnen einander, gegenständliche und abstrakte Elemente sind durchmischt. Während des Ersten Weltkriegs, 1915, hatte Klee in sein Tagebuch notiert: „Man verlässt die diesseitige Gegend und baut dafür hinüber in eine jenseitige, die ganz ja sein darf. Abstraction. Die kühle Romantik dieses Stils ohne Pathos ist unerhört. Je schreckensvoller diese Welt (wie gerade heute) desto abstracter die Kunst, während eine glückliche Welt eine diesseitige Kunst hervorbringt“ (Paul Klee, Eintrag von Anfang 1915, in: ders., Tagebücher, 1898–1918, Köln 1979, S. 324, Nr. 951). | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de