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Ident. Nr.: I. 4466

ObjID: obj:1521042

Details (expert)

Date(s)
9. Jahrhundert
Datierung engl.: 9th century
hiǧra - dt.: Schawwal 307
hijra - engl.: Shawwal 307
Datierung: März 920 (Rückseite)
Datierung engl.: March 920 (back)
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Material / Technique
Marmor, geschnitten, poliert, eingeschnitten
Dimensions
Höhe: 45,5 cm
Breite: 66,5 cm
Tiefe: 4,5 cm
Gewicht: 26,9 kg

Object Description

Fragment einer Monumentalinschrift aus Marmor.
Auf der Vorderseite ist ein Teil einer Monumentalinschrift erhalten, die aus einer Zeile besteht und von einem Rahmen umgeben ist. Es handelt sich hier um ein Fragment eines Verses aus dem Koran. Die eingeschnittene Inschrift ist im sogenannten Kufi-Duktus und datiert wahrscheinlich ins 11. Jahrhundert. Für die Inschriftentafel wurde ein Grabstein des 10 Jahrhunderts verwendet. Die Rückseite ist mit einer umrahmten eingeschnittenen Grabinschrift versehen, ebenfalls in der sogenannten Kufi-Schrift. Sie beträgt 13 Zeilen und nennt den Verstorbenen: Ahmad ibn ʿAli ibn Ahmad ibn ʿAli ibn Muhammad ibn Dschaʿfar ibn ʿAbdallah ibn al-Hasan ibn ʿAli ibn Husain ibn ʿAli ibn Abi Talib. Auch wird das Todesdatum erwähnt: im Monat Schawwal 307H. / März 920 n.Chr.
Die Kufi-Schrift ist einer der ältesten Formen kalligraphischer Schriften, benannt nach der Stadt Kufa im Irak. Diese Art von Kalligraphie wurde auch zur Dekoration von Metall-, Holz- und Keramikobjekten sowie von Gebäuden verwendet.

Last updated: 27.10.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.