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Ident. Nr.: I. 42/64

ObjID: obj:1521045

Details (expert)

Date(s)
11. Jahrhundert
Datierung engl.: 11th century
Dynastie: Fatimiden
Dynastie - engl.: Fatimids
Dimensions
Höhe: 11,5 cm
Durchmesser: 38 cm rekonstruiert
Wandungsstärke: ca. 0,7 cm

Object Description

Fragment einer Schale mit figürlicher Lüsterbemalung. Im Schaleninneren ist eine im Profil wiedergegebene Figur mit angewinkeltem linkem Bein dargestellt. Sie wird als Tänzerin gedeutet. Links neben ihr steht eine (Wein-)Kanne. Diese höfische Szene ist vor einen zarten Spiralgrund gesetzt.

Diese Schale wurde sehr wahrscheinlich in Fustat hergestellt. Fustat liegt nahe des 969 von den Fatimiden gegründeten und 971 zur Hauptstadt ernannten Kairo.

Ende des 10. bis in das dritte Viertel des 11. Jahrhunderts war Fustat eines der Hauptproduktionszentren für Keramik.
Die Mehrheit der fatimidischen Lüsterkeramik ist in Form von Scherben aus den Abfallhalden des alten Töpferviertels von Fustat überliefert. Auch diese Schale ist aus Fragmenten zusammengesetzt.

Last updated: 21.10.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.