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Ident. Nr.: I. 6924.1

ObjID: obj:1521101

Details (expert)

Date(s)
17. Jahrhundert
Datierung engl.: 17th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Dimensions
Höhe: 280 cm
Breite: 150 cm
Rahmenmaß: ca. 550 x 160 x 3 cm
Gewicht: ca. 80 kg incl. Rahmen

Object Description

Oberer Teil eines Medaillon-Uschaks, dessen unteres, nicht direkt anpassendes Fragment I. 6924.2 ist. Der ursprünglich über 5 m lange Teppich zeigt auf dunkelblauem Grund ein rotgrundiges Medaillon mit schildförmigen Anhängern. Es hat einen weiß konturierten geflammten Rand; sein Zentrum bildet der aus den charakteristischen Gabelblättern gebildete Vierpass, der mit Palmettblüten gefüllt ist. Darum herum sind zarte Blatt- und Blütenranken angeordnet. Am oberen und unteren Rand sind die Anhänger und Spitzen der nächsten Medaillons zu sehen. In den Ecken erscheinen vier große vielpassige Sternmedaillons. Diese zeigen auf hellblauem Grund zarte Ranken, die mit Blättern und Blüten besetzt sind. Der dunkelblaue Grund ist mit einem symmetrisch angeordneten gelben Rankensystem bedeckt. Die ebenfalls rotgrundige Bordüre zeigt blau-gelbe Wellenranken; der Mitläuferstreifen ist mit einer rot-blauen Wellenranke auf gelbem Grund bedeckt. Die Herkunft des Teppichs wird in der namengebenden Region von Uschak in Westanatolien vermutet.

Last updated: 08.09.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.