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Ident. Nr.: Kt I. 151

ObjID: obj:1521326

Details (expert)

Date(s)
4./5. Jahrhundert
Datierung engl.: 4th - 5th century
Dynastie: Sasaniden
Dynastie - engl.: Sasanids
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort

Object Description

Konvolut von Fragmenten modelgeformter Friesplatten aus Stuck. Die Platten waren um einen Halbrundstab angebracht, der den Bogen eines Iwans, einer mit einem Tonnengewölbe überdeckten, zu einer Seite offenen Vorhalle, einfasste. Der Dekor setzte sich aus auf einem Taustab aufsitzenden Blütenmotiven zusammen, die durch einfache Bogenranken miteinander verbunden waren. Es wechseln sich über einem doppelten Heftel aus einem Dreiblatt als Hülse herauswachsende Lotusfächerblüten und Rosettenblüten aus einer mittigen Hohlperle und darum angeordneten herzförmigen Blättern ab. Das Plattendekor wurde in zahlreichen Bruchstücken bei den Ktesiphon-Grabungen in einem Haus der Siedlung Umm az-Zaʿtir freigelegt. Insgesamt konnte ein größerer Bogen- bzw. Archivoltenabschnitt zusammengesetzt und das Dekor des östlichen Iwans teils graphisch rekonstruiert werden. Die nicht über Bruchkannten anpassenden Fragmente werden im Museumsdepot aufbewahrt.

Last updated: 24.08.2026

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Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.