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Ident. Nr.: I. 5533

ObjID: obj:1522031

Details (expert)

Date(s)
1. Hälfte 13. Jahrhundert
Datierung engl.: 1st half of the 13th century
Dimensions
Höhe: 63 cm
Durchmesser: 54,5 cm
Durchmesser: 30 cm Rand

Object Description

Oberer Teil eines Vorratsgefäßes mit durchbrochenem und appliziertem Dekor. Vom Rand bis zum Schriftfries ist das Gefäß doppelwandig gearbeitet. Darunter ist das Flachrelief aus Rankenwerk direkt auf die Wandung des Gefäßes aufgetragen. Drei figürliche Reliefs sind an der Schauseite des Oberteils angebracht. Das mittlere Relief, das einen Henkel umfing, ist heute größtenteils zerstört. Es zeigte einen Reiter, der mit einem Löwen kämpfte. Die beiden flankierenden Reliefs sind symmetrisch dazu angelegt und zeigen einen Ritter im Kampf mit einem geflügelten Einhorn. Umgeben sind diese figürlichen Szenen von floralen Durchbruchsarbeiten oder floralem Flachrelief in schmale Segmente unterteilt.
Die unten verlaufende Inschrift ist eine Wunschinschrift, die im hinteren Bereich durch Blattranken ersetzt wird.
Der Behälter diente als Wasserbehälter: Durch den unglasierten porösen Ton konnte das Wasser verdunsten und wurde so gekühlt. Dieser Effekt wurde durch den durchbrochenen Dekor am Hals verstärkt.

Last updated: 11.09.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.