Logo

Ident. Nr.: KtO 1371

ObjID: obj:1522742

Details (expert)

Date(s)
201 - 500
Datierung engl.: 3rd - 5th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Dimensions
Höhe: 29 cm
Breite: 37,8 cm
Tiefe: max. 7 cm , Plattenstärke ohne Relief 4,0 - 4,5 cm

Object Description

Stark ergänzte, eventuell aus Fragmenten mehrerer Platten zusammengesetzte, modelgeformte Stuckfliese einer Wandverkleidung. Die rechteckige sogenannte Bärenplatte zeigt ein massiges Tier im Sprung. Der große Kopf ließ eine detailreiche Darstellung des Raubtiers mit geöffneten, die Zähne freigebenden Lefzen, aufgestellten Ohren und einem mandelförmigen Auge zu. Das Pelzwerk deuten um Hals und Widerrist besonders dicht angegebene Zottelbündel an. Geäst und Blattwerk sowie der nach tradierten Bergmotiven gestaltete, unebene Boden auf dem Bildgrund binden die Szene in ein natürliches Umfeld ein.
Die Plattenteile wurden neben weiteren Fragmenten (KtO 1360) bei den Ktesiphon-Grabungen in einem Haus der Siedlung Umm az-Zaʿtir freigelegt. Sie stammen von der linken Laibung des Ostiwan, einer mit einem Tonnengewölbe überdeckten, zu einer Seite offenen Vorhalle.

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.