Logo

Ident. Nr.: I. 567

ObjID: obj:1522992

Details (expert)

Date(s)
17. Jahrhundert
Datierung engl.: 17th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Dimensions
Höhe: 136 cm
Breite: 14,4 cm
Tiefe: 12,3 cm

Object Description

Hohe vierkantige Grabstele aus Marmor, deren Spitze achtkantig ausgearbeitet ist. Eine eingeschnitten Inschrift im sogenannten Thuluth-Duktus bedeckt die Vorderseite des Grabsteines und beträgt fünf Zeilen. Vers 26 und 27 der Sure 55 aus dem Koran werden in der Inschrift erwähnt. An den Seiten ist jeweils eine Zypresse dargestellt, die ein beliebtes Motiv jener Zeit war und auch auf Bauten, Textilien und Teppichen dargestellt wurde. Die Rückseite ist mit einem aus einer Vase entspringenden Stängel mit symmetrisch angesetzten Blättern und verschiedene Arten von Blüten versehen. Stilisierte Blüten und geometrische Motive dekorieren die achtkantige Spitze. Die Stele war ursprünglich farbig gefasst und weist Spuren von goldener und roter Farbe auf.
Die kursive Thuluth-Schrift, welche „ein Drittel“ bedeutet, war als ornamentale Schrift sehr beliebt und wurde in Kalligraphie, Bauinschriften und Titeln oft benutzt.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.