Logo

Ident. Nr.: I. 4898

ObjID: obj:1523209

Details (expert)

Date(s)
7./8. Jahrhundert
Datierung engl.: 7th - 8th century
Dynastie: Sasaniden
Dynastie - engl.: Sasanids
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Nizamabad,
Ort
Material / Technique
Gips, geformt, geschnitten
Dimensions
Höhe: 80 cm
Breite: 145 cm
Tiefe: max. 18,7 cm
Gewicht: 129 kg inklusive eingearbeiteter Halterung

Object Description

Fragmente einer großflächigen Wandverkleidung aus Stuck, einschließlich eines Türsturzes. Erhalten haben sich Dekorflächen, die als links und oberhalb einer Türöffnung liegend interpretiert wurden. Die einzelnen Dekorzonen sind durch unterschiedlich gestaltete Flechtbänder getrennt. Auf dem als Türsturz gedeuteten Dekorelement sind Reste einer Wellenranke erhalten, die eine Blüte und Weinblätter sowie weitere Blätter umfangen. In einem Friesband, das oberhalb des Türsturzes und links davon verläuft, folgt ein Flechtband mit eingestellten Kreispunkten. Wiederum links davon sind einzeln gestellte Rosetten in versetzt angeordneten Quadraten von Flechtbändern umfangen. Auf diese kleinteiligen Dekorzonen folgt oberhalb eine größere Fläche, in der sich horizontal gesprengte Palmetten und Granatäpfel abwechseln.
Diese Wandverkleidung ist das größte zusammenhängende Fragment, das aus Nizamabad überliefert ist. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Fast vollplastisch ausgearbeitete Reiter- und Personendarstellungen stechen unter den verschiedenen Stuckfunden heraus. Sie sind durch Kronen, Schmuck, Bekleidung sowie Farbfassungen und Blattgoldbelag als hochrangige Personen gekennzeichnet.
Die Funde aus Nizamabad sind in das 7./8. Jahrhundert zu datieren. Sie sind herausragende Zeugnisse der Übergangszeit zwischen Spätantike und Frühislam.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.