Logo

Ident. Nr.: I. 87/63 a

ObjID: obj:1524069

Details (expert)

Date(s)
6./7. Jahrhundert
Datierung engl.: 6th - 7th century
Dynastie: Sasaniden
Dynastie - engl.: Sasanids
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Dimensions
Höhe: 1,4 cm
Durchmesser: 5,3 cm
Gewicht: 36,74 g

Object Description

Gegossener Zierrat aus Silber mit vergoldetem und graviertem Dekor. Der scheibenförmige Schmuck besteht aus einer runden Platte, deren Rand mit dreizehn Halbkugeln besetzt ist. Das Innere des Kreises ist vergoldet; darauf erscheint ein plastisch gearbeitetes, nach rechts gewandtes Perlhuhn, dessen Körperdetails graviert und punziert angegeben sind. Auf der Unterseite befinden sich drei von ursprünglich vier Ösen zum Aufnähen oder Befestigen.
Ob es sich bei der Zierscheibe zusammen mit seinem Gegenstück I. 87/63 b und weiteren, fast identischen Stücken in anderen Museen um Gürtelbeschläge oder Pferdeschmuck handelt, ist ungewiss. Perlhühner sind in der sasanidischen Kunst beliebte Motive, die in verschiedensten Materialien wiedergegeben wurden.

Last updated: 19.08.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.