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Ident. Nr.: KtW 381

ObjID: obj:1524168

Details (expert)

Date(s)
2. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd century
Dynastie: Parther
Dynastie - engl.: Parthians
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Dimensions
Höhe: 14,7 cm
Breite: 24,3 cm
Tiefe: 4,8 cm

Object Description

Figur einer lagernden, weitestgehend unbekleideten Frau mit erhobenem Kopf und aufgerichteten Oberkörper aus Marmor oder nordmesopotamischen Kalkstein. Die Dame, bei der es sich um eine als Aschenkistenaufsatz dienende, idealisierte Darstellung einer Verstorbenen handelt, stützt sich auf dem linken Ellenbogen und Unterarm ab. Der Ellenbogen des freigestellten rechten Arms setzt über eine kleine Materialbrücke auf der Hüfte auf, die rechte Hand greift am Oberschenkel ein nur Knie und Unterschenkel leicht bedeckendes Gewandtuch. Das hellenistische und parthisch-arkasidische Bildvorlieben verbindende exemplarische Beispiel späten parthischen Kunsthandwerks weist noch Spuren farbiger Fassung auf. Speziell am Rücken weisen Reste auf eine blaue, von gelblichen Goldborten umrandete Fassung des Manteltuchs hin. Speziell die Augen und auch der Bauchnabel dürften mit farbigen Einlagen hervorgehoben gewesen sein.
Im Fundzustand war die Figur in zwei Teile zerbrochen, die linke Hand ist bestoßen, die Füße fehlen. Bei den Freilegungsarbeiten der von den Ausgräbern als parthisch bezeichneten arsakidenzeitlichen Wölbgruft Grab I (KtW 416) während der Ktesiphon-Grabungen im Süden des Qasr bint al-Qadi fand sich die Figur beim Eingang zu diesem Grab. Sie wird zum im Zuge sekundärer Bestattungen beräumtem Grabinventar gehört haben.

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.