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Ident. Nr.: I. 6642

ObjID: obj:1525471

Details (expert)

Date(s)
7./8. Jahrhundert
Datierung engl.: 7th - 8th century
Dynastie: Sasaniden
Dynastie - engl.: Sasanids
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Material / Technique
Gips, modelgeformt
Dimensions
Höhe: 16 cm
Breite: 16 cm
Tiefe: 7,6 cm

Object Description

Quadratische modelgeformte Stuckplatte mit figürlicher Darstellung, die als Wandverkleidung diente. In einem Perlkreis ist ein nach links gewandter Senmurv dargestellt. Dieses aus der altiranischen Mythologie und Kunst bekannte Mischwesen verbindet den Kopf eines Hundes oder Drachens mit den Flügeln und dem Schwanz eines Pfaus. Das Gefieder und der Körper des Senmurvs sind reich verziert. Mit seinen Vorderpfoten und Maul bricht er aus dem Rahmen des Perlkreises aus.
Das als herrscherliches Machtsymbol verstandene Fabelwesen findet sich im 7. Jahrhundert auf königlichen Gewändern in iranischen Felsreliefs, auf Thronsaalfresken in Afrasiyab (Alt-Samarkand) und auf einem Gewand, das in einem Grab im Kaukasus gefunden wurde. In altiranischer wie in frühislamischer Zeit schmückte der Senmurv sowohl Baudenkmäler (z.B. die Mschatta-Fassade) als auch Kunstgegenstände verschiedener Art. Nach orientalischem Vorbild erschien er in Europa u.a. als Stoffmuster auf byzantinischen Seiden.
Die Platte diente als Wandverkleidung.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.