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Ident. Nr.: I. 4885

ObjID: obj:1526050

Details (expert)

Date(s)
686 - 715
Datierung engl.: late 7th - early 8th century
Dynastie: Sasaniden
Dynastie - engl.: Sasanids
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Nizamabad,
Ort
Dimensions
Höhe: 46 cm
Breite: 79 cm
Tiefe: 24 cm

Object Description

Fragment eines Stuckreliefs mit der Darstellung eines Pferdes sowie Resten seines Reiters: Vom Reiter sind der Oberschenkel, das Knie und ein Teil der Wade erhalten. Zu erkennen ist, dass er ein offenes knielanges Gewand trug, das in Höhe des Knies zurückgeschlagen ist.
Vom Pferd ist der Torso mit dem Hals erhalten; allerdings sind große Partien der Oberfläche abgeplatzt.
Der Reiter sitzt in einem gut erkennbaren Sattel, unter dem drei Satteldecken liegen und der durch einen Bauchgurt sowie einen Schweifriemen gehalten wird. Der Bauchgurt ist mit einem breiten Zickzackmuster geritzt, während der Schweifriemen mit runden herabhängenden Plättchen verziert war. Der Brustriemen ist heute nicht mehr erhalten. Die unterste und größte Satteldecke sowie die mittlere, kleinere sind rechteckig und mit breiten Borten eingefasst. Die oberste Satteldecke ist abgerundet.
An mehreren Stellen sind blaue Farbreste erhalten, etwa am Sattel.
Der Reiterpferdetorso gehört zu einer großen Zahl an Stuckfunden aus dem Ort Nizamabad, der südlich von Rayy (Iran) lokalisiert wird und wo Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhundert offenbar umfangreiche Raubgrabungen stattfanden. Es sind unter anderem lebensgroße, halb lebensgroße und kleinere Reiterfriese gefunden worden.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.