Logo

Ident. Nr.: I. 6145.1

ObjID: obj:1526791

Details (expert)

Date(s)
18. Jahrhundert
Datierung engl.: 18th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Dimensions
Länge: 84 cm
Breite: 10,8 cm
Gewicht: 690 g

Object Description

Geschmiedeter Säbel aus Stahl mit vergoldetem Dekor und bezogenem Griff aus Stoff. Gegossene Parierstange aus Stahl mit geschnittenem und vergoldetem Dekor. Die lange Klinge ist schmal und geschwungen; ihre Spitze ist abgebrochen. Drei vergoldete Inschriftenkartuschen und ein quadratischer Stempel schmücken ein Blatt des Säbels, während die andere Seite unverziert blieb.
Die Parierstange ist kreuzförmig gearbeitet; ihre kurzen Arme sind am Ende mit Knöpfen besetzt und mit einer vierstrahligen Rosette verziert. Über die Parierstange verläuft eine Inschrift, die von Ranken gerahmt wird. Der rechtwinklig gekrümmte Griff ist mit Stoff umwickelt.
Die Gestaltung der lang geschwungenen Klinge und der Parierstange ist gut mit dem Krummsäbel I. 6144.1 zu vergleichen. Eventuell stammen die Waffen aus derselben Werkstatt.
Auf der Klinge ist die Wolkenfärbung des Damaszener Stahls zu beobachten. Diese entsteht durch ein kompliziertes Verfahren, bei dem verschiedene Stahlhärten in Schichten geschlagen werden. Die Vorteile des berühmten Damaszener Stahls sind seine besondere Härte bei großer Flexibilität.

Last updated: 21.05.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.