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Ident. Nr.: I. 6836

ObjID: obj:1526836

Details (expert)

Date(s)
18. Jahrhundert
Datierung engl.: 18th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Material / Technique
Eisen, Gold, Silber, getrieben, genietet, tauschiert
Dimensions
Höhe: 19,5 cm
Durchmesser: 20 cm
Gewicht: 778 g

Object Description

Getriebener Helm aus Eisen mit gold- und silbertauschiertem Dekor; genietet. Der Helm ist mützenförmig gearbeitet und hat zwei geschwungene Hörner, die mit goldtauschierten Ranken verziert sind. Über dem Rand unten befindet sich umlaufend eine Inschrift. Darüber ist der Helm auf der Vorderseite als bärtiges Gesicht mit plastisch geformter Nase und Augenbrauen samt eingravierten kugelrunden Augen stilisiert. Die Kalotte ist mit sternförmigen Mustern, Medaillons und Ranken verziert, deren Goldeinlagen weitgehend ausgefallen sind. Über der Nase verläuft der schmale Nasenschutz, der unten in einer Rosette endet. Neben den Augen sind zwei Federhülsen angenietet. Die Helmspitze fehlt; von ihr ist nur der verzierte Aufsteckschuh erhalten. Innen ist der Helm mit rotem Stoff ausgekleidet. Die Brünne (Hals- und Nackenschutz) fehlt.
Der Kopf mit den Hörnern bezieht sich auf den „Weißen Dämon“, den Rostam, der Held des iranischen Nationalepos Schahname, besiegt und sich dessen Macht aneignet.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder auch Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.