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Ident. Nr.: I. 580

ObjID: obj:1527094

Details (expert)

Date(s)
11. Jahrhundert
Datierung engl.: 11th century
Dynastie: Fatimiden
Dynastie - engl.: Fatimids
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Dimensions
Höhe: 10,5 cm
Durchmesser: 8 cm

Object Description

Frei geblasene Flasche aus gelblichem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor. Die kleine Flasche hat einen kugelförmigen Körper und einen engen kurzen Hals. Der gesamte Gefäßkörper ist mit mehreren Friesen verziert. Der Hauptfries wird von zwei Schmuckfriesen aus hängenden und stehenden Bögen begrenzt. Diese sind wiederum von je zwei horizontalen Bändern eingefasst. Der breite Mittelfries zeigt zwei Medaillons mit nach rechts gewandten Pfauen. Dazwischen befinden sich mit jeweils zwei Linien eingefasste Dreiecke, die mit großflächigen Ranken gefüllt sind. Details sind durch Kreuzschraffuren betont. Der Hals ist mit einem breiten eingeschliffenen Zickzackband verziert.
Der sehr sorgfältig ausgeführte Dekor entspricht dem der zeitgleichen Bergkristallgefäße, die sich während der Fatimiden-Dynastie größter Beliebtheit erfreuten. Vermutlich sind Gläser aus völlig farblosem Glas als Imitationen der kostbaren und teureren Bergkristallgefäße anzusehen. Es erforderte von den Handwerkern bei der Ausführung des Schnitt- und Schliffdekors ausgesprochenes Können, da dieser mit erheblichem Druck und Kraftaufwand in die harte und spröde Oberfläche des Glases eingearbeitet werden musste. Damit die Wandung dem Druck widerstand, wurden die Gefäße wahrscheinlich mit einer nicht näher bekannten Masse gefüllt.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.