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Ident. Nr.: I. 3612

ObjID: obj:1910855

Details (expert)

Date(s)
15./16. Jahrhundert
Datierung engl.: 15th - 16th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Italien,
Land
Dimensions
Höhe: 15,5 cm
Durchmesser: 9,5 cm
Gewicht: 513 g

Object Description

Gegossener Kerzenständer aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem und ursprünglich silbertauschiertem Dekor. Der kleine Leuchter hat eine kegelförmige Basis mit leicht einziehender Wandung. Der Hals, der auf einer tellerartigen Schulterplatte sitzt, ist sehr dünn und lang und trägt einen zylindrischen Aufsatz. Die Wandung gliedert ein Flechtband, das zwei Medaillons bildet, die von tordierten Bändern flankiert werden. Die Medaillons zeigen Schildwappen mit sechs Blüten, die einer venezianischen Familie zuzuordnen sind. Die Zwischenräume füllen Flechtbänder, die an Kufi-Inschriften erinnernde Formen bilden. Auf der Schulter wird die Gliederung wieder aufgenommen.
Die Form und der Dekor ahmen zwar ägyptisch-mamlukische Elemente nach, stammen aber aus einer europäischen Werkstatt, vermutlich in Venedig.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder auch Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert. Hier sind die Einlagen aber ausgefallen.

Last updated: 05.10.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.