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Ident. Nr.: 1883,516

ObjID: obj:1938872

Details (expert)

Date(s)
16./17. Jahrhundert
Datierung engl.: 16th - 17th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Dimensions
Höhe: 300 cm
Breite: 167 cm

Object Description

Fast vollständig erhaltener Medaillon-Teppich. Auf dem roten Mittelfeld liegen zwei eher rautenförmige Medaillons, die beide fast identisch gearbeitet sind. Sie sind gelb konturiert und zeigen auf dunkelblauem Grund zarte rote Ranken mit Blüten und Gabelblättern. Anstelle der zu erwartenden vier Anhänger gibt es nur zwei, da die beiden in der Mitte weggelassen wurden. Die grünlichen und blaugrünen Zwickel sind mit weiß konturierten Sternformen in Blattranken besetzt. Die ebenfalls rotgrundige Hauptbordüre zeigt durch Gitterrauten verbundene Kartuschen. Diese sind mit achtblättrigen rot-weißen Rosetten gefüllt. Eine schmalere und eine breitere Nebenbordüre sind mit verschiedenfarbigen Wellenranken besetzt. Der Teppich wird der Westtürkei zugeordnet.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.