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Ident. Nr.: I. 29/75

ObjID: obj:1971399

Details (expert)

Date(s)
-200 - 100
Datierung engl.: 2nd century BC - 1st century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Jemen,
Land
Material / Technique
Alabaster, geschnitten
Dimensions
Höhe: 10,7 cm
Breite: 8,1 cm
Tiefe: 7,6 cm
Acquisition
1975 Saeed Motamed (Kauf)

Object Description

Menschlicher Kopf mit Halsansatz aus Alabaster. Über dem Halsansatz erhebt sich ein volles Gesicht, dessen anatomische Details wie Mund, Nase, Ohren, Augen und Augenbrauen nicht allzu schematisch wiedergegeben sind. Reste von weißer Paste zeigen, dass Iris, Pupillen und Augenbrauen ursprünglich mit anderen Materialien eingelegt waren. In Höhe der Ohrläppchen sind kleine Bohrungen sichtbar, in denen Ohrschmuck befestigt war. Die Ober- und Rückseite des Kopfes sind flach und nur grob abgearbeitet, so dass anzunehmen ist, dass auch eine separat gearbeitete Frisur oder Kopfbedeckung angebracht war.
Bei dem Objekt handelt es sich um einen Teil eines Grabmonuments: der Kopf, vermutlich ein Porträt des Verstorbenen, war in eine fensterartige Öffnung einer flachen Stele eingefügt und in der Grabkammer aufgestellt.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.