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Ident. Nr.: Kt I. 348.2

ObjID: obj:2006697

Details (expert)

Date(s)
601 - 1000
Datierung engl.: 7th - 10th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Dimensions
Höhe: 15,5 cm
Breite: 19,3 cm
Tiefe: 4,5 cm

Object Description

Wandverkleidungsfragment aus auf dem Mauergrund angetragenem Stuck. Das eng gesetzte, kleinteilige Dekor ist aus dem Stuck herausgeschnitten bzw. frei modelliert. Erhalten sind den Wandbereich gliedernde Bänder mit Friesen aus Blattpaaren, die spätantiken Lorbeerblattbänder entlehnt sind. Sie bilden den seitlichen Abschluss des Bildfeldes neben einer breiten Randleiste sowie eine horizontale Gliederung zweier Bildfelder. Das untere durchzogen mit Leisten eingefasste, sich überschneidende Perlbänder. Die Binnenflächen füllten stilisierte Blattmotive. Im oberen steht auf der Leiste des Bandes ein Stielpalmettenfriesen entlehnter Fries aus langstieligen fünflappigen Blättern. Ihre Mittelrippe ist grob ausgeformt und wird jeweils von einer dekorativen Bohrung überlagert. Die Frieszwischenräume füllen kleine, eingeschnürte Blattmotive. Die Ornamente sind sasanidischen Wanddekorationen entlehnt, unterscheiden sich als frühislamische Wandgestaltung allerdings von diesen in Ausführung und Arrangement.
Das bei den Ktesiphon-Grabungen in einem Haus der islamischen Siedlung Salman Pak gefundene Fragment wurde bei der Bergung mit weiteren Stücken auf einer Gipsplatte montiert und später wieder aus dieser gelöst.

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.