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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh)

Ident. Nr.: I. 4628 S. 177

ObjID: obj:2338528

Details (expert)

Creator/Entity
Bestellung: Giat al-din Baysonqor (1397 - 1433),
Auftraggeber*in
Date(s)
1420
Datierung engl.: 1420
hiǧra - dt.: Rabi‘ I 823
hijra - engl.: Rabi‘ I 823
Dynastie: Timuriden
Dynastie - engl.: Timurids
Additional titles
Collection title: (Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh)
Translation: (Iranian anthology for Timurid Prince Baisunqur, son of Shahrukh)
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Schiras,
Ort
Dimensions
Höhe: 28 cm
Breite: 19,5 cm

Object Description

Illumination: blaugrundiges Medaillon (schamsa) mit sieben eingezeichneten goldumrandeten, farblosen Kreisen mit den Titeln des „Fünfer“-Sammelepos von Nizami (im Zentrum: Khamsa-i Nizami), in senkrechter Reihung: Makhzan al-asrar, Khusrau va Schirin, Laili va Madschnun, Haft paykar, Scharaf-nama und Iqbal-nama – letztere beide sind wie üblich im Text nur unter dem zusammenfassenden Titel Iskandar-nama, „Alexander-Buch“ bezeichnet; zwischen den Kreisen zarte Blüten in Weiß mit roten Punkten, äußere Bordüre des Medaillons mit einer Reihe feiner goldgezeichneter Knospen mit hellblauen Zentren, rechts leicht beschädigt; eine innere Bordüre in flüssigem, unebenen Orangerot mit leichter Goldzeichnung und eine Lapislazuli-blaue Leiste sind nachträglich; unverbunden angepaßt knospenartige Pendants in senkrechter Achse, besetzt mit linearer feiner vegetabiler Goldornamentik; 19,6 x 12 cm.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.