Pessimisme martial
Ident. Nr.: SSG 44
ObjID: obj:1065885
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1932
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Pessimisme martialKriegerischer PessimismusÜbersetzung: Belligerent Pessimism
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Tuschfeder auf bräunlichem Papier
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 33 x 29,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065885
Objektbeschreibung
Nach dem Studium an der Akademie der Schönen Künste in Bukarest schloss sich Victor Brauner 1930 in Paris der surrealistischen Bewegung um André Breton an. Er war beeinflusst von seinen Künstlerfreunden, dem Maler Yves Tanguy und dem Bildhauer Constantin Brâncusi, aber auch von Marcel Duchamp und Salvador Dalí. In seinem Œuvre verband er die Vorstellungswelt seiner rumänischen Heimat mit Formen der westlichen Avantgarde zu einer eigenen Bildsprache. Auch Brauner erforschte die automatische Malerei, indem er durch Geschwindigkeit oder hypnotische Zustände das Unbewusste zu aktivieren versuchte und so zu den unbekannten Seiten des menschlichen Wesens vordringen wollte. Seine Bilder sind bevölkert von bizarren Mischwesen, Tieren, Pflanzen, abstrakten Zeichen und Maschinen, in denen die menschliche Figur dennoch stets Protagonist bleibt. Die Linien der einzelnen Motive in „Pessimisme martial“ scheinen dem Künstler gemäß der automatischen Zeichentechnik der Surrealisten in einem Zug aus der Hand geflossen zu sein. Auch die Überproportionierung einzelner Körperteile gehört zu den Charakteristika der surrealistischen Bildsprache; so bildet auf diesem Blatt Brauners ein übergroßer menschlicher Kopf auf einer Art Geäst das Hauptmotiv des Bildes. Ein Mischwesen aus Vogel und Drache greift diesen Kopf Feuer speiend an. Im Hintergrund, dessen räumliche Dimension lediglich durch eine Horizontlinie angedeutet ist, wendet sich eine menschliche Figur mit überlangem Arm von der Szene ab. Schmerz, physische Verstümmelung und Krieg sind Aspekte, die Brauner in seinen Zeichnungen und Gemälden assoziativ verarbeitet und die den Betrachter konfrontieren. | Melanie Wilken
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
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