Fleur du mal
Ident. Nr.: SSG 265
ObjID: obj:1065997
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1890
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Fleur du malBlume des Bösen, auch: Frau an einer Blume riechend, auch: Frau beim Einatmen von BlumenduftÜbersetzung: Flower of Evil, or: Woman Smelling a Flower, or: Woman Inhaling the Fragrance of Flowers
- Material / Technik
- Kohle und schwarze Kreide auf Papier
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 39,2 x 35,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065997
Objektbeschreibung
Charles Baudelaire war im Fin de siècle zu einer europäischen Größe der Dichtung geworden und sein Zyklus „Les fleurs du mal“ (1857), in deutschen Übersetzungen von Stefan George und von Stefan Zweig als „Die Blumen des Bösen“ 1891 und 1902 erschienen, war sein berühmtestes Werk und sicherte ihm lang anhaltende Wirkung. Odilon Redon hingegen blieb im Wesentlichen einem kleinen Kreis von Kennern vertraut. Sein Rückzug vom Kunstmarkt war Programm, denn er suchte Stille und Abgeschiedenheit. Redon malte nicht in einem großen oder gar repräsentativen Atelier, wie es jene Künstler taten, die etwas auf sich hielten und damit auch ihr Sozialprestige artikulierten, sondern in seinem kleinen Salon, gleichsam im Wohnzimmer. Das verbindet ihn mit Paul Klee (jedenfalls im Berner Exil), da er seine kontemplativen Kleinformate zuweilen buchstäblich auf dem Küchentisch schuf. Die intime Form – das vorliegende Blatt hat die Größe zweier Handflächen – beruht wohl zu einem Gutteil auf diesen von Redon selbst gewählten Schaffensbedingungen. Den Impressionisten warf Redon vor, sich zu sehr auf das Sichtbare zu konzentrieren und auf jegliche Spiritualität zu verzichten. | Bernhard Maaz
Letzte Aktualisierung: 24.06.2026
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