Madonna von Ephesus
Ident. Nr.: SSG 282
ObjID: obj:1065772
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1967
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Madonna von EphesusOriginaltitel: Madone d’Éphèse
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 98,5 x 41,5 x 31,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065772
Objektbeschreibung
Die Figurenwelt von Rolf Szymanski, der seine Studien in Leipzig an der Kunstgewerbeschule begonnen und von 1950 bis 1955 an der Hochschule der Künste Berlin bei Bernhard Heiliger, Richard Scheibe und Paul Dierkes fortgesetzt hatte, war seit Anfang an von der Hinwendung zum weiblichen Körper bestimmt. Schon relativ früh fand Szymanski auch die für ihn typische Formensprache, welche – ausgehend von einem plastisch gespannten Kernvolumen – sowohl von archaischen Ausdruckswerten als auch von barockem Bewegungsreichtum bestimmt wurde. In der „Madonna von Ephesus“, die sich auf die antike Stadt in Kleinasien und die dortige Kultstätte der vielbusigen Fruchtbarkeitsgöttin bezieht, dominiert die lotrechte Achse, mit der sich zugleich das Moment der Erhabenheit und der Würde verbindet. Aber auch in dieser Figur erfährt die aufrechte Haltung, ergänzt durch den huldvoll ausgestreckten Arm, eine unvermittelte Brechung: Die überall in die Gestalt eingelagerten, sie gleichsam überwuchernden brustartigen Formen verwandeln diesen Leib in eine zerklüftete Landschaft, in einen wie verwundet wirkenden Körper, der zwischen Lebensbehauptung und tödlicher Zerstörung angesiedelt scheint. | Fritz Jacobi
Letzte Aktualisierung: 11.12.2025
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Sammlung Scharf-Gerstenberg
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