La terrasse d'Atahualpa
Ident. Nr.: B UHP 89/13
ObjID: obj:2457897
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1925/1926
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: La terrasse d'AtahualpaDie Terrasse von AtahualpaÜbersetzung: Atahualpa’s Terrace
- Provenienz
- Erwerbungsart ungeklärt: Galerie Le Centaure,
bis spätestens 1932Kauf (?): E. L. T. Mesens,
bis 1956Kauf: Marc Hendrickx,
ab 1956Erwerbungsart ungeklärt: Paul Doodeheefver,
ohne DatumKauf: Galerie Brusberg,
bis 2006Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
2006-2010 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 50 x 35 cmRahmenmaß: 69,5 x 54,5 x 5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2457897
Objektbeschreibung
Nach seiner Ausbildung an der Brüsseler Académie royale des Beaux-Arts (1916–1918) und ersten malerischen Versuchen im Stil des Impressionismus, des Kubismus, Orphismus und der Neuen Sachlichkeit begann Magritte sich Anfang der 1920er-Jahre für die radikalen zeitgenössischen Ausdrucksformen in Paris zu interessieren. 1925 wurde er Mitarbeiter der von E. L. T. Mesens gegründeten dadaistischen Zeitschrift „Œsophage“ (Speiseröhre; es erschien nur eine Nummer) und fing an, Gemälde zu malen, die an die frühe hermetische Kunst von Giorgio de Chirico und Max Ernst erinnern. Statische Figuren ebenso wie der Vorhang und der leere, bühnenartige Raum, der zugleich ein Außenraum zu sein scheint, sind Elemente, die sich zum festen Bildrepertoire des Künstlers entwickeln sollten. Die geheimnisvollen Baluster- oder tischbeinarten Figuren, auch als Bilboquets bekannt (gedrechselte Stäbe mit einer Schnur, an der eine Holzkugel angebracht ist, die es aufzuspießen gilt, vgl. WVZ Sylvester 1992, Band 1, S. 161), finden sich gleichfalls in unzähligen Bildern des Künstlers wieder – als stumme Zeugen einer erratischen Welt, deren Sinn sich nicht verlässlich entschlüsseln lässt. Alles scheint in bedeutungsvoller Konstellation zu sein, doch ist das Drama, auf das der Titel anspielt – Atahualpa war der letzte, 1533 unschuldig des Verrats beschuldigte König der Inkas (und dem Künstler vermutlich durch die Lektüre von Jules Verne bekannt) –, weder zu erkennen noch zu entziffern. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 17.04.2026
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