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Reliefblock mit den Kartuschen des Gottes Atons

Ident. Nr.: ÄM 20720

ObjID: obj:607172

Credit: Schenkung James Simon, 1920

Details (Expert)

Beteiligte
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton (18. Dynastie -> Neues Reich -> Ägypten)
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Weitere Titel
Reliefblock mit den Kartuschen des Gottes Atons
Übersetzung: Relief with cartouches of Aten
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 20 x 16 x 5,5 cm

Objektbeschreibung

Das allseitig bearbeitete Kalksteinstück zeigt die zwei Kartuschen des Aton im Relief. An der Oberseite und in einzelnen Hieroglyphen sind noch Reste roter Farbe zu erkennen. Wie der Name des Königs wurde auch der des Aton in Namensringen wiedergegeben. Die konsequente Schreibung des Gottesnamens in Kartuschen ist eine Besonderheit, welche seine Verbundenheit mit dem Königspaar verdeutlicht. Vergleichbar mit der Namensänderung Echnatons erfolgte im 9. Regierungsjahr auch die Umbenennung seines Gottes. Aton besaß einen lehrhaften Namen, der das Gotteskonzept Echnatons in komprimierter Form zusammenfasste. Das Relief gibt die frühe Version seiner Benennung wieder: „Es lebe Re-Harachte, der im Lichtland jubelt, in seinem Namen als das Licht, das in der Sonne ist“. Das Wort für „Licht“ ist dabei genauso wie der Begriff für den Luft-Gott „Schu“ geschrieben. In der veränderten späteren Form des Namens wurden die Götternamen Horus und Schu getilgt. So blieben einzig Aton und Re darin enthalten.
Die Funktion dieses Objektes ist unklar. Möglicherweise diente es als Votivgabe oder Einlage.
Aus: Taschner, L., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 236 (Kat.-Nr. 23).

Letzte Aktualisierung: 23.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

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Fingerring der Tadja mit Hathorkopf, Papyrusdolde und Lotosblüte

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Der Ring stellt einen von insgesamt sechs aus blau glasierter Fayence gefertigten Hülsenringen (ÄM 16956–ÄM 16961) dar. Sie wurden in à-jour-Technik, d.h. in durchbrochener Arbeit, gefertigt. Die Ringe sind unterschiedlich groß, tragen jedoch alle ähnlichen Motive. Das Zentrum der breiten Ringschiene bildet das Gesicht der Hathor mit Kuhohren und Perücke über einem Zeichen, das eine Neb-Hieroglyphe darstellt. Bekrönt ist das Haupt von einem durchbrochen gearbeiteten Kopfputz. Den Rest der Ringfläche nehmen links eine Lotusblüte und rechts eine lilienartige Blüte ein, die zu 90 Grad in Bezug zum Hathorkopf gedreht sind, und durch Wellenlinien voneinander getrennt werden. Die Innenseite des Rings ist glasiert.Solche Hülsenringe trug man vermutlich weniger im Alltag, da sie zu fragil und z.T. zu lang sind, um sie bequem auf einem Fingerglied zu tragen. Die Symbolik der Ringe spricht eher für einen jenseitigen Nutzen. Die Pflanzenmotive, die Kombination von Wasser (Ursprung des Lebens, Lebensraum) in Verbindung mit Hathor (Himmel) macht die Ringe aus dem Grab der Tadja zu einem Abbild des Kosmos. Die Beigabe von solchen Ringen versinnbildlicht den Wunsch der Verstorbenen als Teil des kosmischen Lebenszyklus, in ein jenseitiges Leben wiedergeboren zu werden.Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).I. Regulski

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