Felsenkammer
Ident. Nr.: NG MB 139/2000
ObjID: obj:959059
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Museum Berggruen
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1929
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: FelsenkammerÜbersetzung: Rock ChamberÜbersetzung: Rock-cut Chamber
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
396802Kommission: Galerie Alfred Flechtheim, Berlin,
1929–1934Kommission: Galerie Simon/Daniel-Henry Kahnweiler, Paris,
1934–1937Nierendorf Gallery, New York,
1937 - mindestens 1942Kommission: Galka Scheyer, Hollywood,
1939Ray S. Jones, St. Louis,
396807William Curteis,
396808World House Galleries, New York,
396809Billy Wilder, Beverly Hills,
1958–13.11.1989Kauf: Heinz Berggruen, Paris,
13.11.1989–1990Kauf: BIGI Co., Ltd./Yuji Okusu, Tokyo,
1990–1998Kauf: Heinz Berggruen, Berlin/Paris,
17.11.1998–2000 - Material / Technik
- Aquarell und Bleistift auf Papier auf Karton, oben und unten Randstreifen mit Gouache und Feder
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 25,4 x 31,7 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959059
Objektbeschreibung
Zwei dunkle Streifen begrenzen das Werk oben und unten, links und rechts gibt es keine derart festgelegten Enden. Die parallelen Streifen in unterschiedlichen Blau- und Gelbtönen könnten endlos weitergeführt werden, sodass das Querformat optisch noch weiter in die Länge gezogen erscheint. Einzig vier vertikale Linien bilden „Störmomente“, die die Streifen unterbrechen und in kleinere, verschiedenfarbige Rechtecke unterteilen. Besonders ins Auge sticht dabei die schwarze Form im linken unteren Teil. Sie wird immer wieder als Eingang zu der titelgebenden „Felsenkammer“ der Cheopspyramide interpretiert. Das Aquarell entstand kurz nach Klees Rückkehr von seiner Ägypten-Reise im Winter 1928/1929, die große Auswirkungen auf den Bildaufbau in den Arbeiten des Künstlers ausübte. Er schuf nun eine Serie von Streifenbildern, zu der ihn wohl die geometrische Strenge der landwirtschaftlich angelegten Felder im Nildelta angeregt hatte. „Cardinalprogression“ nannte Klee dieses Strukturgesetz, bei dem er das Werk nach geometrischen Modulen gliederte, die beliebig vervielfacht und aneinandergereiht werden konnten. Der Künstler zog die einzelnen Bleistiftlinien dabei nicht mit einem Lineal, sodass selbst in diesem streng mathematischen Zeichenprinzip ein Rest an organischer Handschrift bleibt. Das Blatt war 30 Jahre lang, von 1959 bis 1989, in Besitz der Hollywoodlegende Billy Wilder. Anschließend erwarb es der Kunsthändler Heinz Berggruen, verkaufte es kurze Zeit später wieder, erwarb es jedoch 1998 erneut, wodurch es sich heute in der Sammlung der Nationalgalerie befindet. | Anna Wegenschimmel
Letzte Aktualisierung: 20.05.2026
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Einrichtung:
Museum Berggruen