Selbstbildnis
Ident. Nr.: A II 854
ObjID: obj:961729
Vermächtnis im Gedenken an Paul E. Geier und Gabriele B. Geier
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1935
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: SelbstbildnisÜbersetzung: Self Portrait
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1935Tausch: Nationalgalerie, Berlin (Kronprinzenpalais),
1935–16.8.1937Beschlagnahmung: Deutsches Reich / Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Berlin,
18.6.1937–30.6.1939Verwahrung: Depot Schloß Schönhausen,
8.1938 - 25.4.1939Auktion: Galerie Fischer, Luzern,
30.6.1939Auktion: Paul E. Geier, Rom/Cincinnati,
30.6.1939–1981 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 115 x 91 cm
- Erwerbung
- 1935 Ankauf im Tausch vom Künstler. 1937 als "entartet" beschlagnahmt. 2014 Vermächtnis im Gedenken an Paul E. Geier und Gabriele G. Geier
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/961729
Objektbeschreibung
Als sich Hofer 1935 in einem „Selbstbildnis“ darstellte, war er bereits seines Amtes als Professor an der Hochschule für die bildenden Künste in Berlin enthoben worden. Der Künstler hat sich im Alter von 57 Jahren vor der Staffelei, die er konzentriert betrachtet, wiedergegeben. Die Pinsel in seinen Händen leuchten in den Grundfarben Rot, Blau und Gelb, auf einer ins Bild ragenden Tischplatte ist die Palette abgelegt. Das Gemälde gelangte noch im Entstehungsjahr in die Sammlung der Nationalgalerie durch den Tausch gegen ein früheres Selbstbildnis des Künstlers („Selbstbildnis [mit Gefäßen]“, 1928; Verbleib unbekannt, WVZ Wohlert/Eisenbeis 2008, 800). 1937 wurde es im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt, was Hofer zum Anlass nahm, das Motiv noch im selben Jahr erneut zu malen. Dieses spätere, als „Selbstbildnis vor der Staffelei“ betitelte Werk wurde 1974 mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin für die Nationalgalerie (West) angekauft, um die Lücke in der Sammlung zu schließen. Das Ursprungsbild hatte 1939 der US-amerikanische Sammler Paul E. Geier erworben; 2014 wurde es aus dem Nachlass seiner Erbin der Nationalgalerie geschenkt. Seitdem existieren die beiden nahezu identischen Fassungen in der Sammlung, wobei im späteren Gemälde eine dunklere Farbigkeit zu erkennen ist und der Gesichtsausdruck des Künstlers verhärmter wirkt. 1937 malte Hofer ein weiteres, sehr ähnliches Selbstbildnis an der Staffelei (WVZ 1282), das er 1953 dem Kunstmuseum Winterthur schenkte – es zeigt allerdings den Akt des Malens selbst: Die Hand ist erhoben, der Pinsel berührt die Leinwand. | Irina Hiebert Grun
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de