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Lößnitzlandschaft

Ident. Nr.: A IV 226

ObjID: obj:963811

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Theodor Rosenhauer (1901 - 1996),
Künstler*in
Datierung
1954
Weitere Titel
Sammlungstitel: Lößnitzlandschaft
Übersetzung: Lössnitz Landscape
Provenienz
Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR,
1969
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 70 x 95 cm
Erwerbung
1969 Übereignung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR

Objektbeschreibung

Rosenhauer malte zahlreiche Darstellungen des bergigen Weinbaugebietes Lößnitz, das, zur Stadt Radebeul gehörend, zwischen Dresden und Meißen liegt. Das vorliegende Bild zeigt im Mittelgrund den Paulsberg, bildbestimmend ist die Weinbergmauer. In der Ferne sieht man rechts auf dem Berg den 1907 nach Entwurf von Wilhelm Kreis errichteten Bismarckturm und links das sogenannte Spitzhaus. Rosenhauer hat jedoch keine topografische Ansicht gemalt, sondern einen diesigen Wintertag, eine auf graues Blau, Weiß und Braun gestimmte Landschaft. An einen befreundeten Kunsthistoriker schrieb er auf eine Anfrage: „[…] Breughel hat schon braunen Schnee gemalt, […] und die Impressionisten haben ihn halt blau, wenigstens in den Schatten, gemalt. Was blieb da für mich übrig? Impressionist bin ich nie gewesen, und Schnee wollte ich malen, weil alle Töne durch ihn kräftiger wirken – und ‚Schnee ist nicht weiß wie Zuckerguß; daß man ihn farbig malen muß, das wußten schon die Alten‘ – so hab ich mal ‚geschüttelt‘ zu einer wiedergegebenen Schneelandschaft aus der Lößnitz.“ (Theodor Rosenhauer, in: Rainer Zimmermann, Die Kunst der verschollenen Generation, Düsseldorf/Wien 1980, S. 293) Auch Horst Drescher berichtet von einem Gespräch mit Rosenhauer über Schnee, in dem der Künstler feststellte, „Schnee hat die schönsten Grautöne, vor allem tauender Schnee, der sogenannte Pappschnee“, und das er mit dem oben wiedergegebenen Schüttelreim beschloss. (Horst Drescher, Die Erdfarben des Malers Theodor Rosenhauer, in: MalerBilder. Werkstattbesuche und Erinnerungen, Berlin [Ost]/Weimar 1989, S. 77) | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Un-Quadrat rot

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„Das Schrägelement – der senkrecht und waagrecht beschnittene, schräge Balken – […] ist aus der Diagonalen im Quadrat gewonnen. Daher steht es den Grundlagen und dem Ausgangspunkt absoluter Malerei nahe“, heißt es in Stankowskis Buch „Bildpläne“ (Stuttgart 1979, S. 97). Ein von links unten aufsteigender Schrägbalken sei „Ausdruck von Energie und Antriebskraft“; eine Diagonale vermittele „Erregung, Bewegtheit, Rhythmik und ‚Sensation‘“, unabhängig von ihrer Richtung (S. 99). Der Künstler und Designer Stankowski beschäftigte sich zeitlebens so intensiv mit dem Schrägelement, dass die Form zu einer Art Markenzeichen seiner Kunst wurde – sowohl in freien Arbeiten als auch im Grafikdesign. Sein wohl bekanntester Schrägstrich ist Teil des quadratischen Logos für die Deutsche Bank, das 1973 entstand. Doch bereits zuvor war die Schräge das visuell am ausgiebigsten erforschte Element seines Schaffens – ob in experimentellen Fotografien, Werbecollagen, Funktionsgrafiken, Markendesigns oder freien künstlerischen Arbeiten. Mit „Un-Quadrat“ ließ Stankowski die Schräge zur Bildgestalt werden: Die Leinwand selbst hat als „shaped canvas“ („geformtes Bild“) die aufsteigende Schrägform angenommen. Die Dynamik des Aufstrebens wird durch den Neigungswinkel unterstützt: Statt eines optisch ruhigeren 45-Grad-Winkels, der Diagonale eines Quadrats, wurde hier ein Winkel mit energiegeladenen 55 Grad gewählt. Diesen Kniff hatte Stankowski bereits erfolgreich beim Deutsche-Bank-Logo eingesetzt (dort mit 53 Grad). Der Werktitel „Un-Quadrat“ verweist also einerseits auf die als Bildkörper ausgeformte Leinwand ohne klassische rechte Winkel, andererseits auf das dynamische Ausbrechen der Schräge aus der Quadratdiagonale. | Christina Thomson