Le Ministère de la Marine
Ident. Nr.: SSG 188
ObjID: obj:1065429
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1865
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Le Ministère de la MarineDas Ministerium für SeefahrtÜbersetzung: The Ministry of the Navy
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Radierung auf Papier
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 16,8 x 14,8 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065429
Objektbeschreibung
Als Mitglied der französischen Societé Aquafortistes (Gesellschaft radierender Künstler) veröffentlichte Charles Méryon das Blatt „Le ministère de la marine“ in einer der Druckfolgen des Pariser Grafikers und Verlegers Alfred Cadart. Das dargestellte „Ministerium für Seefahrt“ am linken Bildrand ist von Jacques-Ange Gabriel entworfen und zwischen 1762 und 1770 erbaut worden. Es zählt zu den wichtigsten architektonischen Werken des 18. Jahrhunderts an der Place de la Concorde in Paris. Die populäre Ansicht des Platzes in Lithografien und Fotografien des 19. Jahrhunderts mit Augenmerk auf den breit gelagerten Hauptfassaden der beiden Baukomplexe ist bei Méryon so nicht wiederzufinden. Vielmehr zeigt er das Gebäude in einer hochragenden Ansicht übereck, um den Platz mit dem Obelisken von Luxor und dem am anderen Ufer der Seine gelegenen Palais Bourbon weiter entfernt scheinen zu lassen. Vor dem Gebäude hat sich eine Menschenmenge aus Kavalleristen und Zivilisten gebildet, die zu bizarren Wesen am Himmel aufschaut. Wale, fliegende Fische, eine von mehreren Pferden gezogene Kutsche ziehen über Paris. Zu sehen ist auch ein neuseeländisches Kriegskanu, welchem Méryon während seiner Zeit bei der französischen Marine in Neuseeland begegnete. Die Wesen sind zwar wild, aber nicht alle sind schreckliche, böse Gestalten. Die Motive wurden oft mit Méryons Wahnvorstellungen und Halluzinationen, die ihn plagten, verbunden. Dabei handelt es sich durchaus um Wesen, wie sie in der zeitgenössischen Illustration üblich waren und in der Kunst seit Hieronymus Bosch bekannt sind. | Melanie Wilken
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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Sammlung Scharf-Gerstenberg
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