La mort de Sapho
Ident. Nr.: SSG 190
ObjID: obj:1065844
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1872
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: La mort de SaphoSapphos TodÜbersetzung: The Death of Sappho
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Öl auf Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 40,3 x 31,8 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065844
Objektbeschreibung
Sappho lebte im 7. Jahrhundert v. Chr. auf der griechischen Insel Lesbos. Sie gilt als die erste weibliche Dichterin. Der Legende nach stürzte sie sich unglücklicher Liebe zu Phaon wegen vom leukidischen Felsen. Gustave Moreau malte sie in mehreren Versionen und verwandelte die Gestalt in ein Bild poetischer Selbstverlorenheit und künstlerischer Isolation. In ein blutrotes, knöchellanges Gewand gehüllt, das die Gestalt umfließt, liegt die Dichterin am Gestade: zu schön, um tot zu sein, zu matt, um noch zu leben. Tod und Verklärung begegnen einander in dieser entrückten Szenerie. Der steil abfallende Fels sowie das verdüsterte, die untergehende und rot verschleierte Sonne nur mühsam spiegelnde Wasser ergeben im Verbund mit einem weißen Vogel eine schwermütige Landschaft. Ist es eine Möwe, wie man glaubt, und damit nur ein Vogel des Strandes, oder handelt es sich um einen Nacht- und Todesvogel, was ganz in der Tradition romantischer Motivwelten seit Caspar David Friedrich stünde? Moreau lässt das offen; er lässt vieles in seinen oft antikisierenden Werken ganz im Schwebend-Unbestimmten, was ihn zu einer Vaterfigur der Symbolisten wie der Surrealisten werden ließ. | Bernhard Maaz
Letzte Aktualisierung: 25.03.2026
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