Olympia
Ident. Nr.: SSG 62
ObjID: obj:1065989
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1950
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 89 x 116 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065989
Objektbeschreibung
Der weibliche Akt ist das Thema der Reihe „Corps de dame“ (Damenkörper) von Dubuffet, zu der auch das Bild der „Olympia“ gehört. Der Titel verrät, worum es dem Künstler geht: um pure Körperlichkeit und eine Distanzierung von der konventionellen Darstellung verführerischer Aktdarstellungen in der abendländischen Kulturgeschichte. Denn Dubuffet zeigt das Weibliche als aus der Form geratene Körpermasse und zelebriert damit eine Urform der Weiblichkeit. Der Leib ist gleichermaßen von vorn wie von hinten sichtbar, indem Dubuffet den fleischfarbenen Körper in seinen Flächen ausbreitet und sowohl die Brüste als auch den Po zeigt. Spindeldürre Arme stechen aus der Farbmasse hervor und der kleine Kopf grenzt scharf an den Rand des Bildes. Dubuffet bezieht sich auf die gleichnamige Ikone von Édouard Manet aus dem Jahre 1863. Mit seiner „Olympia“ reflektierte Manet seinerseits liegende weibliche Akte Tizians und Goyas. Das Gemälde löste aufgrund der Darstellung unverhüllter Nacktheit einer Prostituierten einen Skandal aus. Als frivol wurde das Werk beschimpft. Das Verführerische von Manets „Olympia“ verwandelt Dubuffet in betörend schöne Formlosigkeit und distanziert sich damit vom Motiv, denn er setzt ganz auf die Kraft der expressiven Malerei. | Melanie Franke
Letzte Aktualisierung: 17.07.2026
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Sammlung Scharf-Gerstenberg
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