Poupée et masque
Ident. Nr.: SSG 192
ObjID: obj:1386446
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1982/1983
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Poupée et masquePuppe und MaskeÜbersetzung: Doll and Mask
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Stoff, Leim, Gips und Farbe
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 87 x 25 x 28 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1386446
Objektbeschreibung
Die ersten Puppen von Michel Nedjar entstanden 1979, nachdem er von seinen großen Reisen durch Europa und Marokko und später durch die Türkei, Afghanistan, den Iran, Indien und Mexiko zurückgekehrt war. Das Motiv der Puppe fasziniert ihn als Fetisch, von dem eine magische Kraft ausgehen kann, wie als Träger wandelbarer Stoffe. Seine Puppen bestehen aus Fundstücken von Gewebe, Verpackungen und Schnüren. Einwirkungen von Verschmutzung und Verfall sind vom Künstler gewollt und werden kontrolliert eingesetzt. Die Farbskala umfasst die natürlichen Farben der Stoffe sowie satte Erd- und Bluttöne. Die Stoffe werden buchstäblich in Blut getaucht und verdeutlichen so die existentielle Haltung Nedjars, dessen Familie nahezu vollständig in Konzentrationslagern umkam. Die meisten Puppen oder Masken haben leere Augenhöhlen. Sie geben das Nichts dahinter preis, welches sich einen Körper sucht, dessen gespenstische Präsenz ahnbarer und doch verschlossener Zauberkräfte bestehen bleibt. Jean Dubuffet entdeckte in den Arbeiten von Nedjar jene ursprüngliche Dimension, die der Art brut eigen ist, und erwarb dessen Arbeiten für seine „Collection de l’Art Brut“. | Melanie Franke
Letzte Aktualisierung: 17.02.2026
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Sammlung Scharf-Gerstenberg
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