Figuren am Strand
Ident. Nr.: B UHP 18/13
ObjID: obj:2457772
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1955
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Figuren am StrandOriginaltitel: Personnages sur la plageÜbersetzung: Figures at the Beach
- Provenienz
- Henri Georges Doll, New York,
399941Auktion: Christie's New York,
12.5.1992Sammlung Ulla und Heinz Pietsch, Berlin,
12.5.1992–17.12.2010Sotheby's London,
4.2.2003 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 104,8 x 154,6 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2457772
Objektbeschreibung
Die Darstellung von Menschen am Strand war ein beliebtes Thema der Expressionisten. Maler wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel oder Max Pechstein begeisterten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die Idee eines Lebens fernab der städtischen Zivilisation. Nackt oder nur mit dem Nötigsten bekleidet zeigen sie den Menschen in engster Verbundenheit mit den Grundelementen: Wasser und Sand, Sonne und Wind. In Frankreich hatte sich Pablo Picasso in zahlreichen Gemälden und Zeichnungen diesem Thema zugewandt. Bisweilen rückte er den weiblichen Körper monumental in den Vordergrund; in anderen Werken des Spaniers erinnern die dargestellten Figuren an Szenen aus der griechischen Mythologie. In Brauners zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenem Gemälde hat sich der Enthusiasmus für eine wilde, unverbildete Beziehung zur Natur oder die Tradition der Antike gelegt. In formaler Anlehnung an die Bildsprache von Paul Klee nutzt der Künstler das Meer und den Strand als klar strukturierte Kulisse für ein symbolisches Tableau: eine weibliche und vielleicht eine männliche Figur, beide stark stilisiert, ein großer und ein kleiner Fisch. Auch wenn Fisch und Wasser in einer herkömmlichen Interpretation noch als Anspielung auf einen Bereich des Unbewussten gelesen werden können, bewegen sich die restlichen Bildelemente in einem vom Künstler individuell gewählten Bedeutungsrahmen. Wie dem Gesicht der sich bückenden Figur fehlt auch den Betrachtenden ein (gedankliches) Gegenstück, um diese Szenerie zu entschlüsseln. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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