Das Jahr 1965
Ident. Nr.: B III 288
ObjID: obj:959404
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1965
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Das Jahr 1965Übersetzung: The Year 1965
- Provenienz
- Nachlass/Vermächtnis: Prof. Gabriele Mucchi, Berlin,
wahrscheinlich 1969 - 1989 - Material / Technik
- Zement
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 83 x 64 x 82 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959404
Objektbeschreibung
Das Werk greift die kompositorische Idee der Skulptur von Patrice Lumumba auf, die Wiegmann-Mucchi 1961 geschaffen hatte („Lumumba“, Akademie der Künste, Berlin). Eine nackte, auf dem Boden sitzende Frau stützt sich nach hinten mit beiden Armen ab – im Gegensatz zu Lumumba ist sie nicht gefesselt –, hat ein Bein aufgestellt und ist im Begriff, aufzustehen. Mit der Frauenfigur thematisiert Wiegmann-Mucchi, genau wie mit den Plastiken „Orkan“ (1965/1966, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg) und „Der Schrei“ (1967, Privatbesitz, Berlin) den Krieg in Vietnam. „Das Jahr 1965“ ist ein Akt, „aber er ist alles andere als das, was man gemeinhin in der Kunst ‚weiblicher Akt‘ nennt. Es ist Ausdruck von schmerzlichen Gedanken, von Gewalt und Revolte, von sehnlicher Hoffnung: das will die Figur sagen mit der Geste, sich vom Boden erheben zu wollen“, so Gabriele Mucchi zu der Plastik seiner Frau, die er zu ihren Hauptwerken zählte. (Jenny Wiegmann-Mucchi 1895–1969, Ausst.-Kat., Berlin, 1992, S. 14) Ein repräsentativer Überblick über das künstlerische Schaffen von Wiegmann-Mucchi in der DDR wurde erst 1970, ein Jahr nach ihrem Tod, in einer Einzelausstellung in der Ost-Berliner Nationalgalerie möglich. 2008 wurde ein Bronzeguss von „Das Jahr 1965“ im Vorgarten des Georg Kolbe Museums und 2013 ihre Lumumba-Skulptur auf dem Garnisonkirchplatz in Berlin aufgestellt, wo sie seitdem für ein breites Publikum zugänglich sind. | Angelika Weißbach
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de