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Liebknecht spricht (Studie)

Ident. Nr.: A IV 548

ObjID: obj:960320

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Horst Strempel (1904 - 1975),
Künstler*in
Datierung
1951
Weitere Titel
Sammlungstitel: Liebknecht spricht (Studie)
Übersetzung: Study for "Liebknecht Speaks"
Provenienz
Nachlass/Vermächtnis: Sohn des Künstlers, Berlin (West),
wahrscheinlich 1975 - 1985
Kauf: Staatlicher Kunsthandel der DDR,
1985–1986
Abmessungen
Höhe x Breite: 87,5 x 56,5 cm

Objektbeschreibung

Strempel dürfte sich das Motiv nicht zufällig ausgesucht haben. Karl Liebknecht (1871–1919), Mitgründer der Kommunistischen Partei Deutschlands und der Räterepublik, der wie Rosa Luxemburg am 15. Januar 1919 in Berlin von Mitgliedern eines rechten Freikorps ermordet wurde, war in der DDR ein gefeierter Held. Ob es sich bei dem Werk um eine Auftragsarbeit handelte, Strempel das Sujet aus freien Stücken wählte oder man das Bild sogar als Flucht des Künstlers in die Geschichte deuten kann, durch die er sich den kunstpolitischen Debatten entziehen wollte, lässt sich heute nicht mehr sagen.
Die Ölstudie zu einem verschollenen, größeren Liebknecht-Bild zeigt eine nicht näher definierte Massenkundgebung, die der Sozialist vor erregten und gebannten Anhängern abhält. Trotz der dichten Atmosphäre und der leicht schrägen Perspektive, die wie in einer Kamerafahrt fast fließend von Individuen wie dem Zeitungsjungen in eine wogende Menschenmenge übergeht und sich in den Straßenschluchten verliert, wirkt die Szene durch die Hauptfigur, die mit herunterhängenden Armen in den Himmel blickt, etwas statisch. Dagegen ist das darstellerische Dilemma, im Zentrum die Rückenansicht einer Mutter mit Kind zu zeigen, durch den Lichteinfall fast elegant gelöst. Dass sich einzelne Personenstudien erhalten haben, könnte als Hinweis darauf gelesen werden, wie wichtig das Bild für den Künstler war (WVZ Saure 1992, S. 92). | Sven Haase

Letzte Aktualisierung: 19.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Dünenlandschaft

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